Schnee von morgen…

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Eine Folge unglücklicher Umstände…

28 November 2007 · Kommentar schreiben

Heute früh im ARD Morgenmagazin:

Die Inflation liegt bei 3 Prozent, das ist die höchste Teuerung seit 13 Jahren. Experten warnen jedoch vor Panik. Dieser derzeit hohe Wert ist eine Folge unglücklicher Umstände. Damit sind vor allem die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die hohen Energiepreise gemeint.

Wenn die zukünftige Inflationsentwicklung also hauptsächlich von Entscheidungen der Politiker und der Energiekonzerne abhängt, besteht ja nun wirklich überhaupt kein Grund zur Panik…

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Generation Schonwieder

23 November 2007 · Kommentar schreiben

Das schöne neue Internet wird zum wahren Jungbrunnen für Themen suchende Spiegel- und Focus-Redakteure. Da man schließlich nicht jede Woche mit einem Mörder-Aufmacher in die Kioske (Kiosks…?…Kiosken…?…) kommen kann, geschieht es immer wieder mal, dass die Nachrichtenmagazine die ein oder andere neue Generation ausmachen und große rauszubringen versuchen. Ob es diese Generationen überhaupt gab oder jemals geben wird oder sich vielleicht sogar gegenseitig ausschließen, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, zu welchen Generationen ich selber schon gehörte, auf jeden Fall war irgendetwas mit Altersarmut, Digital, Spaß, Ernst, Kinder- Arbeits-, Zukunfts- und Hoffnungslosigkeit, Erben, X, Y und Z dabei. An die Reihenfolge kann ich mich nicht mehr erinnern, ist wohl auch genauso unerheblich wie die Frage ihrer grundsätzlichen Existenz.

Der Dortmunder Soziologe Daniel Tepe schüttet nun laut Heise noch ganz viel mehr Wasser auf darbende Journalistenmühlen:

Das Internet bringt nach Einschätzung des Dortmunder Soziologen Daniel Tepe immer mehr neue Jugendszenen hervor. „Es gibt Szenen, die vor allem im Internet stattfinden – wie zum Beispiel die der Online-Rollenspieler“, sagte Tepe der dpa. Die Videoplattform YouTube spiele dabei eine große Rolle. „Die ist voll von Videos aus Jugendszenen“, meinte der an der Universität Dortmund forschende Wissenschaftler. Alte Szenen würden verstärkt in die digitale Datenwelt abwandern. Dort entstehe etwa die moderne Version einer antifaschistisch orientierten Szene („Antifa“). Aber auch neue Gruppen würden sich online zusammenfinden.

Dann werden wir also in Zukunft ganz geniale Titelstories lesen dürfen, von neuen Versionen bereit durchgekauter Generationen wie den digitalen Spaßmachern, den digitalen Ernsthaften, den digitalen Hoffnungslosen und den digitalen Digitalen…und von völlig Neuen wie den Social Networkern, den Social Gamern, Social Shoppern, den Social Lovers und den Social Singles…

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Früher war alles gleich

21 November 2007 · Kommentar schreiben

Die Tagesschau vor 20 Jahren ist eine Quelle andauernder Verwunderung, woran ich komischerweise wieder denken musste, als ich mir gestern das unsägliche Interview von Uli Hoeneß bei Blickpunkt Sport im Bayerischen Fernsehen anhörte. Ich war nämlich verrückt genug habe es nämlich tatsächlich geschafft, auch den zweiten Teil des Interviews durchzustehen, in dem es dann um wesentlich interessantere Themen ging, als den Streit um und mit den Fans des FC Bayern, nämlich um Personalmeldungen, Trainermeldungen und natürlich um die Krise der Bayern. Und dort sagte Uli Hoeneß einen Satz (so oder so ähnlich), der mich nostalgisch werden ließ:

Wenn jede Krise des FC Bayern auf dem 1. Platz endet, dann habe ich kein Problem.

Auf diesen Satz folgte tatsächlich Lachen und nicht nur das andauernde nervös anbiedernde Lachen der sogenannten Journalistin Müller-Reinhardt, sondern tatsächlich auch aus dem Publikum…wie kann man, selbst als eingefleischter Bayern-Fan und Bayern 3-Zuschauer darüber noch ernsthaft lachen…?

Aber zurück zur Tagesschau. Wenn diese vor 20 Jahren in ihrem Sportteil einen kurzen Bericht über den FC Bayern gehabt hätten, hätte Herr Hoeneß genau den gleichen Satz sagen können (wahrscheinlich hat er es auch gesagt)…und wahrscheinlich hätten schon damals Leute vor dem Fernseher gesessen und gedacht: Ach komm, Uli, erzähl doch mal nen neuen Witz!

Ein anderes, immer gerne genommenes Thema bei der Tagesschau von heute und vor 20 Jahren, wo mir die Ähnlichkeit zwischen jetzt und früher und darüber hinaus die Seltsamkeit des Menschen auffällt, ist der Nahostkonflikt. Seit 20 Jahren hat sich da nichts Substanzielles geändert und es wird sich wohl nichts ändern. Leider gibt es das Format „Tagesschau in 20 Jahren“ nocht nicht…

Je älter ich werde, desto klarer reift in mir der Gedanke, dass sich nicht wirklich etwas ändert in der Geschichte der Menschheit. Natürlich gab es immer Ausschläge nach oben und nach ganz unten und die wird es immer geben. Ansonsten gleicht die Geschichte der Krone der Schöpfung wohl eher einem schlechten Privatsender, in dem immer wieder die gleichen schlechten Filme laufen und nur ab und zu ist eine Perle darunter, die man gerne wieder einmal sehen würde, aber nach zehn Minuten merkt, dass man den Film schon auswendig kennt und einem auch keine neuen Wendungen auffallen…

Aber abschließend noch mal zu den wichtigen Themen: Uli Hoeneß wurde tatsächlich schon 1979 mit 27 Jahren Manager von Bayern München!?!?!?

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Die Aktie Terrorismus

12 November 2007 · Kommentar schreiben

Es war wohl kein Anschlag in London heute. Das ist gut.

Was mir jedoch wieder mal aufgefallen ist, als ich eben im Auto die Radiomeldung zum heutigen Großfeuer in London gehört habe, ist die alles vereinnahmende Macht des Kapitals. Die Radiomeldung ging ungefähr so (ähnlich wie im verlinkten SPon-Artikel):

1. Ein Großfeuer hält derzeit London in Atem.

2. Das Feuer ist in einem Busdepot im Osten der Stadt ausgebrochen.

3. Es handelt sich wohl um keinen Anschlag.

4. Da zunächst das Gerücht in den Medien umging, dass dem Feuer eine Explosion vorausging, wurde zunächst ein terroristischer Anschlag befürchtet.

5. Aufgrund dieser Befürchtung geriet die Börse in London kurzzeitig ins Minus; mittlerweile haben sich die Aktien aber erholt.

Na Gottseidank…

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