Das schöne neue Internet wird zum wahren Jungbrunnen für Themen suchende Spiegel- und Focus-Redakteure. Da man schließlich nicht jede Woche mit einem Mörder-Aufmacher in die Kioske (Kiosks…?…Kiosken…?…) kommen kann, geschieht es immer wieder mal, dass die Nachrichtenmagazine die ein oder andere neue Generation ausmachen und große rauszubringen versuchen. Ob es diese Generationen überhaupt gab oder jemals geben wird oder sich vielleicht sogar gegenseitig ausschließen, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.
Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, zu welchen Generationen ich selber schon gehörte, auf jeden Fall war irgendetwas mit Altersarmut, Digital, Spaß, Ernst, Kinder- Arbeits-, Zukunfts- und Hoffnungslosigkeit, Erben, X, Y und Z dabei. An die Reihenfolge kann ich mich nicht mehr erinnern, ist wohl auch genauso unerheblich wie die Frage ihrer grundsätzlichen Existenz.
Der Dortmunder Soziologe Daniel Tepe schüttet nun laut Heise noch ganz viel mehr Wasser auf darbende Journalistenmühlen:
Das Internet bringt nach Einschätzung des Dortmunder Soziologen Daniel Tepe immer mehr neue Jugendszenen hervor. “Es gibt Szenen, die vor allem im Internet stattfinden – wie zum Beispiel die der Online-Rollenspieler”, sagte Tepe der dpa. Die Videoplattform YouTube spiele dabei eine große Rolle. “Die ist voll von Videos aus Jugendszenen”, meinte der an der Universität Dortmund forschende Wissenschaftler. Alte Szenen würden verstärkt in die digitale Datenwelt abwandern. Dort entstehe etwa die moderne Version einer antifaschistisch orientierten Szene (”Antifa”). Aber auch neue Gruppen würden sich online zusammenfinden.
Dann werden wir also in Zukunft ganz geniale Titelstories lesen dürfen, von neuen Versionen bereit durchgekauter Generationen wie den digitalen Spaßmachern, den digitalen Ernsthaften, den digitalen Hoffnungslosen und den digitalen Digitalen…und von völlig Neuen wie den Social Networkern, den Social Gamern, Social Shoppern, den Social Lovers und den Social Singles…